Der Rhythmus ist immer gleich: kurzer Input von mir → ihr bearbeitet den passenden Arbeitsauftrag im Lernsituationsheft → wir vergleichen gemeinsam. Zwischendurch gibt es kurze Blitz-Checks.
Der Rhythmus ist immer gleich: kurzer Input von mir → ihr bearbeitet den passenden Arbeitsauftrag im Lernsituationsheft → wir vergleichen gemeinsam. Zwischendurch gibt es kurze Blitz-Checks.
Bevor wir mit Zahlen arbeiten, brauchen wir eine Sortierhilfe. Die SWOT-Analyse ordnet alles, was wir über ein Unternehmen und seinen Markt wissen, in vier Felder. Die englischen Anfangsbuchstaben ergeben das Wort SWOT: Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken).
Der Trick: Stärken und Schwächen liegen im Unternehmen selbst (intern, beeinflussbar), Chancen und Risiken liegen im Markt (extern, von außen). Genau die Daten für diese Felder liefert uns die Marktforschung.
Merke: S/W = im Betrieb (können wir steuern) · O/T = am Markt (müssen wir beobachten) — die Datengrundlage dafür liefert die Marktforschung.
Sie folgt einem festen Prozess – von der Frage bis zur Entscheidungsvorlage:
Ziel am Ende: eine Marktprognose – die begründete Vorschau auf die Marktentwicklung.
Faustregel: erst nachsehen, was es schon gibt (Sekundär), dann gezielt Neues erheben (Primär).
Sekundär = vorhandene Daten (intern/extern). Primär = neu erhoben (Befragung, Beobachtung, Experiment, Panel).
Sekundärforschung = Auswertung bereits vorhandener Daten (intern/extern), kostengünstig & schnell. Primärforschung = Erhebung neuer Daten (z. B. Befragung), aktuell & passgenau, aber aufwändiger.
Zahlen allein entscheiden nichts. Erst wenn wir sie zusammenfassen, vergleichen und interpretieren, werden daraus Handlungsempfehlungen. Für die Darstellung wählt ihr den passenden Diagrammtyp:
für Vergleiche (z. B. Kundengruppen gegeneinander).
für Zeitverläufe & Trends (z. B. Absatz über Jahre).
für Anteile an einem Ganzen (z. B. Umsatzanteile in %).
Die Diagramme baut ihr mit einem Tabellenkalkulationsprogramm, das ihr aus dem IV-Unterricht kennt. Jede Auswertung endet mit Interpretation + Maßnahmen-Idee.
| Jahr | 20x6 | 20x7 | 20x8 | 20x9 |
|---|---|---|---|---|
| Absatz (Mio Liter) | 13.185 | 13.850 | 13.689 | 13.878 |
| Kennzahl | Fruchtsaft | Mischgetränke |
|---|---|---|
| Absatz 20x9 | 6,8 Mio L | 1,6 Mio L |
| Veränderung z. Vorjahr | +13 % | +79 % |
| Bioanteil | 8 % | 76 % |
| Absatz | 20x6 | 20x7 | 20x8 | 20x9 | Ø 20x6→20x9 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtmarkt (Mio L) | 13.185 | 13.850 | 13.689 | 13.878 | +5,3 % |
| Veränderung z. Vorjahr | – | +5,0 % | −1,2 % | +1,4 % | — |
| Markgraf (Mio L) | 54,7 | 57,6 | 57,9 | 59,3 | +8,4 % |
| Veränderung z. Vorjahr | – | +5,3 % | +0,5 % | +2,4 % | — |
Statement: Die Markgraf Brunnen GmbH ist in drei Jahren um +8,4 % gewachsen und damit deutlich stärker als der gesättigte Gesamtmarkt (+5,3 %). Das Unternehmen gewinnt Marktanteile – der eingeschlagene Wachstumskurs zahlt sich aus und sollte konsequent fortgeführt werden.
| Kundengruppe | Absatz (Tsd L) | Anteil Absatz | Umsatz (EUR) | Anteil Umsatz |
|---|---|---|---|---|
| Getränkegroßhandlungen | 38.250 | 64,53 % | 14.587.445 | 62,60 % |
| Einzelhandel | 14.800 | 24,97 % | 4.299.250 | 18,45 % |
| Hotels & Restaurants | 5.930 | 10,00 % | 4.151.000 | 17,81 % |
| GEPA (Fair Trade) | 296 | 0,50 % | 266.400 | 1,14 % |
Eine Befragung nützt nur, wenn genügend Menschen mitmachen. Die Rücklaufquote steigt durch:
Auswertbar über Skala, Polaritätsprofil, Rangliste, Tabelle.
Eigene Darstellung nach Infoband LF 5, Kap. 2 („Idealtypischer Konjunkturzyklus"). In der Realität sind Dauer und Stärke der Phasen unterschiedlich.
| Phase | Kapazität & Arbeitsmarkt | Nachfrage | Preise · Löhne · Zinsen |
|---|---|---|---|
| Aufschwung(Expansion) | Kapazitätsauslastung steigt, Arbeitslosigkeit sinkt tendenziell | Investitionsgüter zuerst, Konsumgüter später | stabil; Zinsen noch niedrig |
| Hochkonjunktur(evtl. „Boom") | Auslastung hoch, Arbeitslosigkeit gering | Konsum hoch; Investitionsbereitschaft lässt nach | Preise, Löhne & Zinsen steigen |
| Abschwung(evtl. Rezession) | Auslastung sinkt, Arbeitslosigkeit steigt | Investitionen sinken zuerst, Konsum später | Zinsen fallen |
| Tiefstand(evtl. Depression) | Überkapazitäten/Insolvenzen, Arbeitslosigkeit deutlich hoch | Investitions- & Konsumnachfrage niedrig | Löhne/Preise stabil, Zinsen sinken weiter |
Konjunkturindikatoren zeigen, wo wir gerade stehen:
Aufschwung → Hochkonjunktur (Boom) → Abschwung (Rezession) → Tiefstand (Depression) → wieder Aufschwung.